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Wenn ich am Leben bin, kann ich nicht…

Wenn ich am Leben bin, kann ich nicht. Ich kann nicht viel. Ich kann zwei oder drei Stunden am Tag arbeiten, dann werde ich müde, müde, höre auf, mich zu fühlen. Ein paar tiefe Treffen an einem Tag, den ich kann. Oder sogar eine sehr tiefe – das ist alles. Und dann musst du verdauen, schreiben, lernen. Dann genug für mich.

Ich kann nicht viele Dinge haben. Sie passen einfach nicht ins Bewusstsein. Sie sind vergessen, verloren, liegen tot. Und ich kann immer noch nicht viel tun. Wenn ich mich nicht darauf konzentriere oder mich nicht damit beschäftige, kann ich es. Wenn Sie jedoch genau hinschauen, wird die Aufmerksamkeit gleichzeitig eingeschränkt und erweitert, wobei Sie sich auf das Objekt konzentrieren. Wenn ich fühle, kann ich nichts essen, trinken oder schnüffeln. Lesen, schauen oder hören. Wenn ich fühle, dann wähle ich. Und je weiter, desto sorgfältiger.


Kann nicht viele Beziehungen haben. Ein bisschen und tief – ja. Viel und oben kann ich nicht. Ich breche davon ab. Etwas Zartes in mir verwandelt sich in einen müden Kallus. Ich kann nicht tief mit Unbekanntem umgehen. Es muss noch viel mehr gemeinsam getan werden, um zu verstehen, wie man ihnen vertraut. Wo in ihrer Seele Grübchen, Höhlen oder geheime Ecken, und wo in meiner. Ich kann es nicht zur falschen Zeit tun, mit Rechnungen, auf einmal, entweder schrecklich oder kostenlos. Wenn ja, warum dann?

Wenn ich Sarkasmus, Zynismus, Unempfindlichkeit, Geduld und eine zweite kosmische Geschwindigkeit mit einbeziehe, dann kann ich das leicht. Tonnen, Menschenmassen, Kilometer, Rudel oder sogar ganze Länder. Schlucken, drehen, marschieren. Die Hauptsache ist, nicht zu fühlen.

Wenn ich Profi bin, eine Rolle spiele, nach einem Schema arbeite, mich nicht anmache, dann kann ich. Ich kann, aber ich will nicht. Ich möchte nicht so viel, dass es sich herausstellt, als ob ich es nicht könnte.

Offenes Herz, veränderungsfähig, verletzlich, ich bemerke viele natürliche Einschränkungen. Ich erlaube mir, lebhaft, weich, warm und einfühlsam zu sein, und bemerke mein Glied und meine Verletzlichkeit. Verletzlich ist endlich und an sich selbst zu denken, ist endlich. Das Empfindliche ist endlich und das Unempfindliche ist auch endlich. Und wenn das Ergebnis das gleiche ist, entscheide ich mich aus allen vorgeschlagenen und getesteten. Ansonsten warum?

Autorin Aglaya Dateshidze

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